Unsere Tour durch das Death Valley – ein Tagesausflug ab Las Vegas

von Marlene

Das Death Valley – auf Deutsch „Das Tal des Todes“ – ist ein Tal der Extreme. Im Nationalpark ist nicht nur mit -86 Meter unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt Nordamerikas sondern es wurde hier auch die heißeste Temperatur festgestellt, die jemals auf der Erde gemessen wurde – am 10. Juli 1913 erreichte man hier Höchsttemperatur von 56,7° Celsius.

Allgemeine Tipps & Tricks

Von Las Vegas aus erreicht man den Nationalpark in ca. 1 1/2 h. Wir fuhren als erstes die Death Valley Junction an. Der Ort ist nicht unbedingt sehenswert, aber es liegt am Weg. Da es in den meisten Teilen des Parkes keine Internetverbindung gibt, machten wir halt und fragten im Hotel nach einer Karte für den Nationalpark. Mit dieser Karte bahnten wir uns den Weg durch den Nationalpark. Wer sich lieber mit einer mobilen Karte orientierten möchte, sollte also im Vorfeld eine Offline-Karte herunterladen. Da nicht viele geteerte Straßen durch den Nationalpark führen, kann man sich kaum verfahren.

Beim hineinfahren in den Park (zwischen Death Valley Junction und Zabriskie Point) muss man bei einem kleinen Häuschen den Eintritt von $ 30 Dollar pro Fahrzeug zahlen. Auch dort würde man von den Mitarbeitern eine Karte für den Park erhalten. Der Park hat den ganzen Tag über geöffnet, die Öffnungszeiten des Besucherzentrums in Furnace Creek sind von 8 bis 17 Uhr.

Aufgrund der Wetterextremen ist die beste Reisezeit für das Death Valley von Oktober bis April. Der Nationalpark hat aber das ganze Jahr hindurch offen. Während es in den höheren gelegenen Abschnitten bei unserem Besuch im Februar in der Früh doch recht kalt war, wurde es am frühen Nachmittag in der Mittagssonne am tiefsten Punkt des Tales extrem heiß. Deswegen würde ich von einem Besuch im Hochsommer abraten. Im Sommer vor allem ist ausreichend Wasser und Sonnenschutz unbedingt notwendig. Aufjedenfall muss man bei einem Besuch auf alle Temperaturen vorbereitet sein.

Das Wichtigste in Kürze:

Dantes View

Nachdem wir den Eintritt bezahlten, steuerten wir unseren ersten Aussichtspunkt an: Dantes View. Dieser liegt in 1.669m Höhe und man hat einen atemberaubenden Ausblick über das Death Valley und Badwater, den tiefsten Punkt des Nationalparks.

Zabriskie Point

Da nur eine Straße zum Dantes View führt, muss man den gleichen Weg wieder zurück nehmen. Unser nächster Stop war der Zabriskie Point. Vom Parkplatz aus erreicht man über einen asphaltieren Fußweg die Aussichtsplattform. Vom Zabriskie Point hat man ebenfalls eine wunderschöne Aussicht. Die hier zusehenden Gesteinsformationen sind durch den Furnace Creek Lake entstanden, der vor vielen Millionen Jahren austrocknete.

Furnace Creek

Unsere Tour führte uns weiter nach Furnace Creek, die einzige kleine Stadt im Death Valley. Auf unserer Tour war das die einzige Möglichkeit um zu tanken und uns im Supermarkt eine Kleinigkeit zum Mittagessen zu kaufen. Gleich neben dem Shop gibt es unter der Veranda im Schatten Bänke. Außerdem befindet sich in Furnace Creek auch das Besucherzentrum.

Furnace Creek ist der Ort, an dem 1913 die höchste Temperautr gemessen wurde. Im Schnitt ist der Juli der heißeste Monat mit einer Durchschnittstemperatur von 46.9° Celsius und der Januar der kälteste mit 10,9° Celsius.

Mesquite Flat Sand Dunes

Vom Mittagessen gestärkt, nahmen wir die Straße weiter in den Norden zu den Mesquite Flat Sand Dunes, riesige Sanddünen aus feinstem Sand. Hier sollte man sich ein wenig Zeit nehmen, um durch die Sanddünen zu wandern. Diese Sehenswürdigkeit war zwar ein Umweg von 30 Minuten pro Strecke auf unserer Tour, hat sich meiner Meinung aber aufjedenfall ausgezahlt. Erst dort wurde mir bewusst, wie vielseitig das Death Valley ist.

Badwater

Von den Sanddünen fuhren wir wieder an Furnace Creek vorbei, hinunter zu unserem nächsten Stop. Badwater liegt 86m unter dem Meeresspiegel und ist somit der tiefste Punkt Nordamerikas. Hier war vor vielen Millionen Jahren der Furnace Creek Lake, der schon den Zabriskie Point formte. Heute kann man auf dem zurückgebliebenen Salz spazieren.

Artist Drive

Nach Badwater fuhren wir wieder zurück in Richtung Furnace Creek, nahmen aber den Artist Drive. Der Artist Drive ist eine 15 km lange Panoramastrecke. Entlang der Straße kann man die wunderschön, vielseitigen Farben der Gesteine beobachten. Diese Farben entstehen durch die Oxidation der verschiedenen Metalle, die im Stein vorkommen. Die rote Farbe kommt von Eisen und die türkis bis grüne von Kupfer. Außerdem gibt es zwei Stops entlang der Straße bei denen man mit dem Auto kurz anhalten kann, z.B. die Artist Palette.

Vom Artist Drive führte uns die Route wieder über den Zabriskie Point & dem Death Valley Junction zurück nach Las Vegas. Die Stadt erreichten wir kurz nach Sonnenuntergang. Somit haben wir den Nationalpark in all seiner Vielfalt in einem Tag erkundet, von Salzebenen, zu den bunten Gesteinen bis zu den Sanddünen. Für mich war der Tagesausflug definitiv eines der Highlights auf unserer einwöchigen Reise nach Las Vegas und Umgebung.

Wart Ihr auch schonmal im Death Valley? Schreibt gerne eure persönlichen Tipps in die Kommentare.

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