Hurricane 2014

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Hurricane

Kann ein Klappstuhl ein Lieblingsplatz sein? Kann es Spaß machen, in einem Zelt zu hausen, jeden Tag zu Grillen, mobile Toiletten zu besuchen, sich ein Wochenende nicht zu waschen und von verrückten Menschen umringt zu sein? Es kann!

Seit Ende letzten Jahres war geplant, dass es in diesem Jahr zum Hurricane gehen sollte. Die Frühbuchertickets waren besorgt, das Zelt seit dem letzten Rock am Ring im Keller gelagert und die Vorfreude groß. Leider kam mir eine fiese Erkältung in die Quere, so dass ich einen Tag des Festivals ganz verpasst habe und an den beiden anderen Tagen nur Tagesgast war. Trotzdem möchte ich euch meine Erfahrung nicht vorenthalten.

Was sollte man als Besucher eines Festivals beachten?

Immer ein großes Zelt einpacken. So hat man auch bei schlechtem Wetter ein Dach über den Kopf und genug Platz sich auszubreiten.

Ab Betreten des Geländes/Zeltplatzes gilt: Festivalmodus einschalten. Hier sind folgende Regeln zu beachten:

Immer ein Bierchen in greifbarer Nähe zu haben.

Sich einfach durch gar nichts aus der Ruhe bringen lassen.

Einfach für jeden Spaß zu haben zu sein ;)

Für diejenigen, die trotz allem nicht auf eine „wohnliche“ Atmosphäre verzichten möchten, ist beim Hurricane die GRÜNER WOHNEN Campingfläche ein Muss. Hier sind alle gut aufhoben, die zum einen nicht gerne von Müll umringt sind und die sich nachts ein wenig Schlaf gönnen möchten.

Ich war in diesem Jahr besonders von der Essensauswahl begeistert. Von Pizza und Pasta über Asiatisch und Burger gab es für wirklich jeden den richtigen Gaumenschmaus. Besonders habe ich mich in diesem Jahr auf die Handbrotzeit gefreut.

Schon an den langen Schlangen erkennt man, dass es hier etwas besonderes gibt. Die entweder mit Käse und Champignons oder Käse und Schinken gefüllten Handbrote sind einfach nur köstlich und der Klecks Schmand das I-Tüpfelchen des Ganzen.

Handbrotzeit

Ein Fernsehkoch auf einem Festival? Nicht ganz (er war leider nicht persönlich da), aber zumindest seine Rezepte gab es in der Festival Kitchen von Henssler ;-)

Die Gemüserollen waren einfach nur köstlich: Gefüllt mit frischen Zutaten und die Auswahl zwischen vier verschiedenen Saucen. Wir wählten eine Teriyaki-Sauce zum Dippen, die super zu den Gemüserollen passte.

Nachdem unser erstes Testessen gut gelaufen war, wurden wir am nächsten Tag mutiger und das Lachssteak mit Reis und Sauce wurde bestellt. Leider war dieses Essen ehr enttäuschend – eine hochwertige Küche auf einem Festival ist wohl doch nicht so einfach umzusetzen. Der Fisch war nicht nur in der Mitte noch roh sondern eigentlich überall. Dadurch war auch die Konsistenz nicht die beste – deshalb leider keine Weiterempfehlung – sorry Steffen.

Hensslers

Eine tolle Neuentdeckung haben wir dann doch noch gemacht: die Veggy Snack Bar.

Hier gibt es alles, was das Veganerherz begehrt: diverse Burger, Bratwurst, Currywurst und Döner. Auch hier war die Schlange lang und der Döner einfach Bombe! Das ganze serviert von coolen Typen –  unbedingt ausprobieren, wenn euch dieser Stand über den Weg läuft!

Aber ein Festival ist natürlich nicht nur wegen dem ganzen Drumherum so toll, sondern auch -bzw vor allem- wegen den vielen großen und kleinen Bands. Für mich die Überraschung des Wochenendes (allerdings muss man sagen, dass ich wegen meinem Kurzaufenthalt beim Hurricane wenig Bands gesehen habe) war auf jeden Fall Bosse! Er hat eine super coole Show gemacht und die Menge zum Kochen gebracht.

 

Literaturtipp ;-): Überleben auf Festivals – Expeditionen ins Rockreich von Oliver Uschmann

 

 

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